Wilsnackerstraße,
10559 Berlin
Mitte
Stadtbezirk Tiergarten


Friedpark Kriegsgräberanlage Wilsnacker Straße

Hinter einer hohen Ziegelsteinmauer, in der Nähe der St.-Johannis-Kirche, wurden mehr als 300 Menschen, hauptsächlich in Massengräbern, bestattet, die Ende des 2. Weltkrieges in unmittelbarer Nähe des Friedhofs ums Leben kamen. Zivilisten, politische Häftlinge und Widerstandskämpfer fanden hier ihre letzte Ruhe. Sie starben im Kampf, im Luftschutzkeller, beim Beschaffen des Lebensnotwendigen oder begingen Selbstmord.
Neben der unauffälligen schmiedeeisernen Pforte hängt eine Gedenktafel mit einem Auszug aus der „Moabiter Sonette“ vom dort ebenfalls begrabenen Albrecht Haushofer:
Der Wahn allein war Herr in diesem Land.
In Leichenfeldern schließt sein stolzer Lauf,
Und Elend, unermessbar, steigt herauf.

1955 wurde der Friedhof vom Gartenarchitekt Willy Alverdes zu einem Ort der Ruhe und Besinnlichkeit umgestaltet.



1 Gedächtnisstätten angelegt

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