Friedpark Friedhof Frohnau

Der Berliner Gartenarchitekt Ludwig Lesser (1869-1957) entwarf im Jahre 1910/1911 den Friedhof mit den Charakterzügen eines Wald- und Parkfriedhofes. Bei Ausführung seiner Arbeit, stand Lesser vor der Aufgabe, einen Friedhof in den bereits vorhanden Forstbestand der Stolpner Heide einzufügen. Die einheimischen Forstbäume prägen das Erscheinungsbild des Friedhofes.

Die Kapelle wurde 1911/1912 nach dem Entwurf des Architekten Carl Stahl-Urach (1879-1933) erbaut. Die Kapelle vereinigt Stilelemente einer nordischen Stabholzkirche, aber auch barocke Einflüsse und traditionelle heimatliche Gestaltungselemente in sich. Von ihm stammen auch die Einfriedung für das Friedhofsgelände. Die Friedhofsanlage ist denkmalgeschützt und lädt die Besucher zum Verweilen ein.

Der Besucher tritt durch den Haupteingang in eine parkähnliche Landschaft, auf dem Weg zur mittig angeordneten Kapelle sind die Grabfelder zunächst nicht sichtbar. Die Kapelle ist in dem Waldcharakter des Friedhofes angepasst.
Auch Bezüge zum Ortsbild - der in erster Linie im Landhausstil errichteten Villenkolonie - sind deutlich ablesbar.

Im Jahre 1938 war auf Initiative der Stadt Berlin eine Erweiterung in nördlicher Richtung auf Brandenburger Gebiet durchgeführt worden. Erst 1971 kam dieser Teil des Friedhofes im Zuge eines Gebietsaustauschen mit der ehemaligen DDR zu Berlin-West.

Der Frohnauer Friedhof verfügt heute über eine Fläche von 4,1 ha.

Ihre letzte Ruhestätte fanden hier unter anderen der Lyriker Oskar Loerke, der Astronom Robert Henseling, der Opernregisseur Dr. Werner Walter Kelch oder der Schauspieler Wilhelm Borchert.



9 Gedächtnisstätten angelegt

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