Humdoldtstraße 74-90,
13403 Berlin
Reinickendorf


Friedpark Friedhof Reinickendorf II

Bereits im Jahre 1886 begann die Reinickerdorfer Gemeinde, einen weiteren Friedhof an der Humboldtstraße anzulegen. Dieser neue Gemeindefriedhof wurde 1890 eröffnet. Durch die spätere Erweiterung der Friedhofsanlage umfasst der heute im Osten durch die Brusebergstraße begrenzte Friedhof die Grundstücke von Humboldtstraße 74-90. Das gesamte Gelände gehörte ursprünglich zum Besitz der Bauernfamilie Bruseberg. Das Grab von Wilhem Bruseberg (05.03.1861-23.03.1911) befindet sich auf diesem Friedhof. Nach ihm wurde 1938 die „Brusebergstraße“ in Reinickendorf benannt.

Der Parkfriedhof Reinickendorf II ist mit 15,5 ha der flächenmäßig größte landeseigene Friedhof in Reinickendorf.

Die denkmalgeschützte Friedhofskapelle wurde von dem Architekten Carl Moritz (27.04.1863-23.8.1944) im neugotischen Stil erbaut. Im Jahre 1929 gab es eine Erweiterung, in dem ein Warteraum geschaffen wurde.

Eine Besonderheit auf dem Friedhof ist die Pfeilerhalle, in der sich der ebenfalls denkmalgeschützte Bronzesarkophag für Arthur Strousberg von Reinhold Begas befindet.

Arthur Strousberg, der mit 23 Jahren im Jahre 1874 an Schwindsucht starb, war der Sohn vom „Eisenbahnkönig“ Dr. Bethel Strousberg.

Bethel Strousberg gab den Auftrag für dieses außergewöhnliche Denkmal an den bekanntesten Bilderhauer von Preußen, Prof. Reinhold Begas. Die Figurengruppe zeigt die trauernde Gattin, die die rechte Hand des soeben gestorbenen Arthur hält. Er liegt auf dem Sarkophag und zu seinen Füßen spielen zwei nackte Kinder.
Nach Fertigungstellung des Modells war Bethel Strousberg bankrott und es blieb im Besitz von Begas. Für die Weltausstellung in Paris im Jahre 1900 wurde es erst jetzt in Bronze gegossen. Die Stadt Berlin kaufte nach dem Tod von Reinhold Begas das Kunstwerk.
Im Jahre 1928 errichtete ' Richard Ermisch' die seitlich offene Pfeilerhalle aus roten Klinkern.



6 Gedächtnisstätten angelegt

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