Wilhelm-Blume-Allee 3,
13509 Berlin
Reinickendorf


Friedpark Friedhof Tegel

Der Ort Tegel wurde erstmalig 1322 urkundlich erwähnt. 1873 genehmigte die Königliche Regierung in Potsdam, dass die Gemeinde Tegel auf einer etwa 2ha großen Fläche, bestehend aus der Parzelle des Lehnschulzen Zieskow und des Büdner Müller, einen neuen Friedhof anlegen darf.

Der landeseigene Friedhof wurde im Jahre 1875 außerhalb des Ortes am ehemaligen Hermsdorfer Weg (heute: Waidmannsluster Damm) eröffnet.

Die Friedhofskapelle, geprägt von der zeittypischen märkischen Backsteingotik, wurde 1900 erbaut und ist als Baudenkmal geschützt.

Die Grundfläche des Friedhofs ist mehrfach im Laufe der Geschichte verändert worden. 1932 erfolgte eine Vergrößerung, es entstand der neue Teil in östlicher Richtung zur Wilhelm- Blume–Allee (zu Ehren von Wilhelm Blume: seit 1.10.1977).

Gegenwärtig verfügen beide Friedhofsteile insgesamt über eine Begräbnisfläche von 4,9 ha und sind als Parkfriedhof angelegt.

Von der Wilhelm-Blume-Allee aus gibt es zwei Eingänge. Betritt man den Friedhof in Höhe der Hartzfeldallee ist die Kapelle sofort im Blickfeld und nur wenige Schritte entfernt kommt man zu dem sehr gut erhaltenen Erbbegräbnis der alten Tegeler Familie Marzahn und Möbius aus dem Jahre 1903.

In unmittelbarer Nähe befindet sich der Gedenkstein für die Opfer des Kapp-Putsches in Berlin. Beim Abmarsch der Regierungstruppen wurden am 22. März 1920 Gustav Duschke, Otto Haak, Franz Hohendorf und Willy Kluge erschossen.

Im neuen Friedhofsteil befindet sich auf der Grünfläche, nicht weit vom Eingang, das Erbbegräbnis der Familie des Lehngutsbesitzers Paul Ziekow (31.03.1832 - 06.01.1887).In Reinickendorf gibt es seit 1913 die Ziekowstraße, die an den letzten Lehnschulze August Ziekow erinnert.

Auf dem Friedhof Tegel „Am Nordgraben“ befinden sich auch die Ehrengräber von Herbert, Bauer, Prof. Wilhelm Blume, Adolf Dünnebacke, Franz Neumann und Grete Sonnemann.



6 Gedächtnisstätten angelegt

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