Schulzendorfer Straße 53,
13467 Berlin


Friedpark Friedhof Hermsdorf I

Der neue und an der heutigen Schulzendorfer Straße gelegene Friedhof wurde am 24.11.1876 mit der Beisetzung und Trauerfeier für den Arbeiter Christian Rahn eingeweiht; der alte Friedhof gleichzeitig geschlossen und 1905 eingeebnet. Dieser diente mehr als 600 Jahre lang den Hermsdorfern als letzte Ruhestätte. Ein 1928 aufgestellter Findling mit der Inschrift „Menschen wie Du fanden hier Ruh“ erinnert heute an die älteste Hermsdorfer Begräbnisstätte.

Der landeseigene kleine Friedhof mit nur 0,6 ha wird nach Westen durch erhaltene Grabwände von Familiengräbern aus den Jahren 1897 bis 1909 zu den Nachbargrundstücken abgegrenzt. Angelegt wurde er einst auf freiem Felde außerhalb des Ortes und wird heute von vorstädtischen Einfamilienhäusern bis zur Friedhofshecke eingesäumt, was ihm ein intimes, historisches und kulturelles Flair verleiht.

Der Friedhof wurde insgesamt mit hohem künstlerischem Geschmack gestaltet, aufbauend auf geometrischen Grundmustern und in rechteckige und quadratische Teilbereiche gegliedert.
Links und rechts der Hauptachse - von der Boumannstraße aus gesehen – wurde ein Tannenhain inmitten von alten Laubbäumen geschaffen, vor dem die Kapelle steht. Sie ist im Stil einer Basilika errichtet worden. Ebenso sind rechts und links des Hauptweges Wiesenflächen für anonyme Beisetzungen und Orte der Besinnung angelegt. Geprägt werden diese durch je eine freistehende Skulptur. Eine Figur aus Muschelkalk und der aus Marmor gehauene Engel spiegeln eine klare Bildhauersprache entsprechend der Tradition der Berliner Bildhauerschulen des frühen 20. Jahrhunderts wieder.



1 Gedächtnisstätten angelegt

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