Gerichtstraße 37-38, 13347 Berlin
Mitte
Stadtteil Wedding


Friedpark Urnenfriedhof Gerichtstraße

Der erste Friedhof, den die Stadt Berlin selbst anlegte, war der 1819 erbaute „Begräbnisplatz auf dem Wedding“. Doch erst im Jahre 1828, nach längeren Kompetenzstreitigkeiten, konnte der Friedhof vom Prediger der Sophien-Kirche, August F. Idele, geweiht werden und diente dann der Stadt als Armenfriedhof. 1902 beantragte der „Verein für Feuerbestattung von 1874“, auf dem Gelände eine Urnenhalle sowie einen Urnenhain zu bauen. 1910 wurde die vom Architekten William Müller entworfene Anlage geweiht. Nach Verabschiedung des Feuerbestattungsgesetzes in Preußen 1911 konnte auch das erste Krematorium Berlins als integraler Bestandteil der Urnenhalle eröffnet werden. Bis heute wurde der gesamte Komplex (2,63 ha) mehrfach erweitert und umgebaut. Der Urnenfriedhof Gerichtstraße steht unter Denkmalschutz. Hier ruhen Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft neben Ehrengräbern der Stadt Berlin, so unter anderem von Louis Tuaillon und August Wassermann. Ihre letzte Ruhestätte fanden hier auch etliche russische Sozialdemokraten, die wegen der Oktober-Revolution von 1917 aus Russland emigriert waren.



11 Gedächtnisstätten angelegt

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