Ostpreußendamm 131 a,
12207 Berlin
Steglitz-Zehlendorf
Stadtteil Steglitz


Friedpark Friedhof Lichterfelde-Giesensdorf

Der 2250 qm kleine Friedhof an der Einmündung der Osdorfer Straße in den Ostpreußendamm umschließt die zweitkleinste aller in Berlin noch vorhandenen Dorfkirchen und wird am Rande durch eine dicke Findlingsmauer vor den zwei Hauptverkehrsstraßen geschützt.
Außer Vermutungen, dass die Vorfahren der deutschen Dorfgründer vor allem aus Flandern kamen, ist über die ersten Bewohner Giesensdorfs nicht viel bekannt. Lediglich die kleine Feldsteinkirche, erbaut um 1250 auf der damaligen Dorfaue verweist auf die Gründerzeit des Ortes im 13. Jahrhundert. Erste Spuren Giesensdorfs (Ghiselbrechtstorp) befinden sich in der lateinischen Urkunde des Markgrafen Hermanns aus dem Jahre 1299.
Die wenigen vorhandenen alten Schriften belegen, dass die Besiedlung des Gebietes von Armut, Dürftigkeit und häufigem Herrscherwechsel gekennzeichnet war. Während der Kriege ( z.B. des 30jährigen, des 7jährigen, der Napoleonischen) wurden Dorf und Kirche in Mitleidenschaft gezogen; d.h. sie wurden mehrfach geplündert und gebrandschatzt, wobei sämtliche Kirchenbücher verloren gingen.
Erst 1865 durch den Großkaufmann Johann Anton Wilhelm Carstenns, der die verschuldeten Rittergüter Giesensdorf und Lichterfelde erwarb, änderten sich sowohl die kirchlichen Verhältnisse als auch das Ansehen der Gemeinde. Nach Carstenns Willen entstand auf den Ländereien eine gefragte Landhaus-/Villenvorortkolonie. Trotz der 1877 vergrößerten Gemeinde Groß-Lichterfelde ist es glücklicherweise nicht zum Abriss der alten Dorfkirche gekommen und so verfügt Giesensdorf noch immer über seine Feldsteinkirche inmitten des kleinen Friedhofes.



2 Gedächtnisstätten angelegt

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