Seestraße 92-93,
13347 Berlin
Mitte
Stadtteil Wedding


Friedpark Urnenfriedhof Seestraße

An der Müllerstraße und in ihrer näheren Umgebung befinden sich von alters her acht alte Berliner Friedhöfe. Einer davon, der ursprüngliche Beisetzungsort der Charité und ab 1906 Eigentum der Stadtgemeinde, ist der Urnenfriedhof Seestraße. Im Jahr 1922 ausschließlich zur Urnenbeisetzung bestimmt, gestaltete 1926-1931 der Gartenbaudirektor Schröner die Anlage um. Auch die Urnenhalle, ein eingeschossiger Fachwerkbau, wurde im Jahr 1929 errichtet. Auf dem 5,5 ha großen landeseigenen Friedhof befinden sich überwiegend Urnen aus der NS-Zeit: KZ-Opfer aus mehreren Konzentrationslagern, die in den Zuchthäusern Plötzensee und Brandenburg Ermordeten, die im Frauengefängnis Bessemer Straße umgekommenen 39 Frauen und Opfer der Euthanasie ruhen hier in Sammelgräbern. Opfer des 17. Juni und eines der ersten Maueropfer, Ida Sieckmann, aber auch Ehrengräber des Landes Berlin, wie z. B. von Carl Leid und Erika Heß sind hier zu finden. Ein Denkmal für den hier ruhenden Jonny Liesegang, „Musensohn des Weddings“ wurde hier im Jahr 1963 aufgestellt...



9 Gedächtnisstätten angelegt

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