Kirchweg 18-12,
14129 Berlin,
Steglitz-Zehlendorf
Stadtteil Zehlendorf


Friedpark Friedhof Nikolassee

Im Jahre 1906 erhielt die Kirchengemeinde Nikolassee 5.312 m² Land von der Heimstätten-AG zur Errichtung eines Begräbnisplatzes. Dieser wurde nach Plänen von Johannes Bartschat angelegt und mit einer Mauer umfriedet, die durch ovale Öffnungen und bogenförmige Blenden unterbrochen ist. Zwischen höheren Pfeilern befinden sich ein kleines und ein großes zweiflügliges Gittertor. Die Friedhofskapelle wurde ebenfalls von Johannes Bartschat errichtet und zwischenzeitlich erheblich umgebaut. Obwohl der Friedhof 1907 von der Kirche geweiht und 1910 in ihren Besitz überging, bekam er erst nach dem 2. Weltkrieg seinen heutigen Namen. 1913-1918 wurde der Friedhof auf ca. 1 ha Fläche erweitert. Diese reichte in den Folgejahren auch nicht mehr aus, deshalb übernahm die Firma Richard Köhler 1939/1940 die Neugestaltung und schuf ein Areal von 17.600 m². Dabei wurde besonders der Waldcharakter hervorgehoben, in dem die einzelnen Felder mit hohen und die Grabstellen mit kurzen Hecken bepflanzt wurden. Ein kleiner Teich lockert das Gelände weiter auf. Im Juli 1940 errichtete die Gemeinde auf dem neuen Teil ein hohes Holzkreuz, um die Ausschließlichkeit des Kreuzes Christi zu dokumentieren und die damals übliche Praxis des Anbringens von Hakenkreuzen auf den Grabmalen einzudämmen. 1957 wurde dieses Kreuz mit einer eisernen Dornenranke eingefasst und dient seitdem als Mahnmal für die Opfer des 2. Weltkrieges.



31 Gedächtnisstätten angelegt

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