Bahnhofstraße 2
14532 Stahnsdorf


Friedpark Wilmersdorfer Waldfriedhof Stahnsdorf

Der Waldfriedhof wurde aus Platzmangel auf den innerstädtischen Friedhöfen außerhalb der Berliner Stadtgrenze 1920 im brandenburgischen Stahnsdorf errichtet. Die Pläne stammen von Erwin Barth, der nach seinem Tode dort auch bestattet wurde.

Die Anlage ist nach einem Rechteckschema gegliedert worden. So entstand eine Mischung aus einem Alleequartierfriedhof (Anlage der Wege) und einem Waldfriedhof (Bewuchs). Ein lang gezogenes Tal und eine darüber führende verklinkerte Bogenbrücke gehören zu den Besonderheiten des Waldfriedhofes.

Auf dem Friedhof findet man auch Soldatengräber und Massengräber für ca. 1000 Bombenopfer die während des Krieges angelegt wurden. Zu DDR-Zeiten fanden kaum Beerdigungen statt. Die Verwaltung übernahm zu dieser Zeit weiterhin das Bezirksamt Wilmersdorf. Nach dem Mauerfall sind wieder uneingeschränkt Bestattungen möglich, finden aber wegen der weniger guten Erreichbarkeit kaum noch statt.

Da auf dem Stahnsdorfer Friedhof Grabstätten der 20er und 30er Jahre dominieren, wird er auch als eine Art „Friedhofsmuseum“ bezeichnet.

Auf dem Wilmersdorfer Waldfriedhof Stahnsdorf befinden sich z. B. die Grabstätten von:
Hugo Lederer (Bildhauer), Erwin Barth (Gartengestalter),Georg Benjamin (Arzt und Bruder von Walter Benjamin) und Arthur Eloesser (Schriftsteller), Paul Levi und Ernst Heilmann (Politiker), Hans Baluschek (Maler), Hans Otto (Schauspieler).



6 Gedächtnisstätten angelegt

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z Ä Ö Ü