Trakehner Allee 1,
14053 Berlin
Charlottenburg-Wilmersdorf
Stadtteil Charlottenburg


Friedpark Friedhof Heerstraße

Eigentlich war das Areal des heutigen landeseigenen Friedhofes 1911 für eine geplante Villenkolonie "Heerstraße" zwischen Stoßensee und Heerstraßenbrücke gedacht. Daher stammt auch sein Name, obwohl er nicht unmittelbar an der Heerstraße liegt. Nach dem Scheitern der Pläne für eine Villenkolonie legte der Charlottenburger Gartenbaudirektor Erwin Barth diesen Friedhof 1921 bis 1924 rund um den Sausuhlensee an. Dabei ging es ihm besonders darum, einen künstlerischen Park- und Waldfriedhof zu gestalten, der auch Erholungszwecken dienen sollte. Die Ausführung seiner Pläne übernahm die Gartenbaufirma Richard Köhler. Die Grabreihen wurden terrassenförmig rings um den ca. 1 ha großen See als Mittelpunkt gruppiert. Am 7. Oktober 1924 wurde er als interkonfessioneller "Waldfriedhof Heerstraße" eröffnet und umfasst derzeit eine Fläche von 149 650 m².
Die Kapelle und die weiteren festen Bauten wurden 1921-1923 nach Plänen von Erich Blunck errichtet. 1935 wurde das historisch wertvolle Bogenbohlendach der Kapelle abgeflacht, weil es vom Olympiastadion aus zu sehen war und die Nationalsozialisten an den zahlreichen jüdischen Grabstellen Anstoß nahmen. 1948 wurde die durch Kriegsschäden mitgenommene Kapelle wieder aufgebaut und mit gotisierenden Elementen von Bickel versehen.



191 Gedächtnisstätten angelegt

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