Am Hain,
13597 Berlin
Charlottenburg-Wilmersdorf
Stadtteil Charlottenburg


Friedpark Friedhof Ruhleben

Der landeseigene Friedhof Ruhleben wurde 1950 bis 1952 als erster kommunaler Friedhof in Charlottenburg auf ehemals militärische genutztem Gelände als Parkfriedhof mit einer Größe von 13,9 ha angelegt. Die fast geometrische Struktur wirkt gartenähnlich. Das Siedlungsgebiet Ruhleben ist aus dem Spandauer Vorwerk hervorgegangen und die eigenständige Bezeichnung „Ruhleben“ wurde erstmalig 1704 erwähnt. Die ersten militärischen Anlagen mit Kasernen und Schießanlagen werden auf das Jahr 1841 datiert und dienten im Zweiten Weltkrieg als Standort der Flakbatterie.
Im Jahre 1920 wurde das Gelände nach Groß-Berlin eingemeindet und zwischen Spandau und Charlottenburg aufgeteilt.
Der Friedhof wurde aus zwei Gründen notwendig: Zum einen war der Zugang zum Zentralfriedhof in Stahnsdorf durch die politische Teilung der Stadt erschwert, zum anderen forderten die Alliierten die Auflösung des Notfriedhofes auf dem Messegelände und die Umbettung der dort beerdigten cirka 4.000 Toten des Kampfes um Berlin.

Im östlichen Friedhofsbereich wurde 1951 als Mahnung an die Kriegsopfer die Skulptur „Kriegsopferzeichen“ von dem Bildhauer Karl Wenke (1911-1971) im Bereich eines Kriegsgräberfeldes aufgestellt. Die aus Muschelkalkstein gefertigten drei Stelen symbolisieren Glaube, Liebe und Hoffnung.

2003 wurde dem Friedhof Ruhleben das Kunstwerk von Otto Hitzberger (1878-1964) die Skulptur „Trauernde“ gestiftet.

Westlich der Hauptachse des Friedhofes wurde nach dem Entwurf der Architekten Jon und Rolf Rave ein neues Krematorium (inklusive Trauerhalle) in der Zeit 1972-1975 erbaut.
Sein Bau wurde erforderlich, weil nach 1961 das Krematorium in Baumschulenweg nicht mehr zugänglich war und die Krematorien in Wilmersdorf und Wedding an ihre Kapazitätsgrenzen stießen. Die Verbrennungsanlage wurde im Jahre 1989 nach den neusten Standards rekonstruiert, darauf folgend wurde das Krematorium in Wilmersdorf geschlossen.

Am 03.August 2003 wurde auf dem landeseigenen Friedhof das buddhistisch Gräberfeld, welches 700 Plätze für Erd- und Urnenbestattungen umfasst, für die in Spandau ansässige buddhistisch-vietnamesische Gemeinde, eingeweiht. In seiner Größe und Ausstattung ist dies einmalig in der Bundesrepublik.
In der Mitte des Gräberfeldes thront eine 4,30 m hohe Buddha - Skulptur.

Auf dem Friedhof Ruhleben haben unter anderem Valeska Gert (1892-1978), Robert Schnell (1916-1986) oder Arnold Słucki (1920-1972) ihre letzte Ruhe gefunden.



3 Gedächtnisstätten angelegt

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