Königin-Elisabeth-Straße 46,
14059 Berlin
Charlottenburg-Wilmersdorf
Stadtbezirk Charlottenburg


Friedpark Luisenfriedhof II

Der evangelische Luisenfriedhof II wurde im Jahre 1867, wie schon zuvor der Luisenfriedhof I, außerhalb der Stadt auf dem Sandgrubengelände am Spandauer Berg angelegt. Dieses Areal war bereits 1831, während einer Cholera-Epidemie, als Begräbnisstätte genutzt worden.
Die zum Friedhof gehörende Kapelle wurde 1868 als neugotischer Backsteinbau von dem Maurermeister Rudolf Zeitler errichtet und ist heute denkmalgeschützt.
Die Anlage der einzelnen Grabstellen entspricht dem damals üblichen, effektiven Rechteckschema. Durch die teilweise Hanglage wurden Terrassen notwendig, die auf Berliner Friedhöfen immer zu den besonderen Reizen zählen. Mit der umfangreichen Baumbepflanzung, vor allem Ahorn, entwickelte sich das Gelände zu einer beliebten, besonders schattigen Begräbnisstätte, wo sich dementsprechend viele wohlhabende Charlottenburger aus dem Villenviertel Westend beisetzen ließen. Von den luxuriösen, kulturhistorisch interessanten Erbbegräbnisstellen und Mausoleen sind nicht alle erhalten geblieben, da 1946 ein 14 m Streifen für die Verbreiterung der Königin-Elisabeth-Straße abgetrennt wurde und in den 60er Jahren der östliche Friedhofsteil dem Autobahnbau zum Opfer viel. Trotzdem bietet der 49743 m² große Friedhof mit seiner Erbbegräbniswand im Süden, seinem immer noch großen Denkmalsbestand, seinen Terrassen und dem imposanten Baumbewuchs, ein ausdrucksvolles Zeugnis von Friedhofskultur. Viele Berliner Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Kunst und Kultur fanden hier ihre letzte Ruhe.




23 Gedächtnisstätten angelegt

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