Im Jagen 135, Schildhornweg 92b,
14193 Berlin
Charlottenburg-Wilmersdorf
Stadtteil Wilmersdorf


Friedpark Friedhof Grunewald-Forst

Der Friedhof liegt abgelegen im Grunewald an einer Waldlichtung nahe der Bucht von Schildhorn und ist bis heute nur über unbefestigte Waldwege zu erreichen.
Als „Friedhof der Namenlosen“ oder auch „Selbstmörderfriedhof“ bekannt, ist dieser seit 1920 landeseigene Friedhof aus einem „Ort für wilde Bestattungen“ ( 4.980 m²) entstanden. Selbstmord galt im 19. Jahrhundert noch als Verbrechen und die Kirche lehnte eine würdige Bestattung kategorisch ab oder forderte doppelte bis dreifache Gebühren, sodass die Hinterbliebenen auf dieser Waldlichtung ihre Angehörigen oft selbst beerdigten. Um diese Bestattungen zu unterbinden wurde dieser „Schandacker“ 1879 vom Forstamt mit einem Maschendraht umzäunt. Die Umfriedung mit einer halbhohen Mauer und dem mit Rosetten verzierten von Richard Thieme gestalteten Eingangstor, das in einem vier Meter hohen Bogen eingelassen ist, wurde 1928 errichtet.
Auf dem Friedhof sind die Ehrengräber von Willi Schulz und Willi Wohlberedt, die beide in der Stille des Waldes ihre letzte Ruhe finden wollten, angelegt.



4 Gedächtnisstätten angelegt

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