Konrad-Wolf-Straße 31-32,
13055 Berlin
Lichtenberg
Stadtteil Hohenschönhausen


Friedpark St. Pius-Friedhof

Aufgrund des raschen Bevölkerungswachstums, welches sich auch in der zunehmenden Zahl von Katholiken in Berlin niederschlug, entschloss sich die neugebildete katholische St.Pius Gemeinde Ende des 19. Jahrhunderts einen neuen Friedhof anzulegen.1899 lebten bereits 45.000 Gemeindemitglieder in den Vororten.

Im Jahre 1890 erwarben die St.Hedwigs Gemeinde und die St.Pius Gemeinde gemeimsam 12,8 ha Land vom damaligen Rittergut Hohenschönhausen. Per Los wurde entschieden, welche Gemeinde die rechte oder linke Hälfte erhält.

Die Friedhofstatistik des Senats von Berlin weist für jede Gemeinde eine Fläche von annähernd 6,4 ha aus.

Am 21.Oktober 1890 fand die erste Beisetzung statt.

Die im Stile eines Alleenquartierfriedhofes angelegte Begräbnisstätte zählt zu den Mittelgroßen von Berlin.

Auf dem langgestreckten Gelände entstand links vom Eingang 1892 ein Totengräberhaus nach Plänen des Architekten August Menken. Seit seiner Rekonstruktion im Jahre 1984 wird es als Verwaltungsgebäude genutzt.

Nach längeren Verhandlungen beschlossen beide Gemeinden 1905 den Bau einer gemeinsamen Kapelle, die nach den Plänen von Adolf Brückner durch Hermann Bunning in märkischer Backsteingotik errichtet wurde. Die Kapelle mit ihrem 27 m hohen Turm sollte nicht ausschließlich als Trauer- und Leichenhalle genutzt werden sondern auch für Gottesdienste, so wurde sie im Juli 1907 unter dem Namen "Kreuzkirche" eingeweiht. Im Jahre 1967 wurde das Innere des Gebäudes nach Entwürfen des Dresdner Künstlers Friedrich Press umgestaltet.

Auf dem St. Pius-Friedhof IV liegt die Ruhestätte der Ehrwürdigen Grauen Schwestern von der Heiligen Elisabeth.

Max Hasak (15.2.1856-14.9.1934)ist der Baumeister mehrerer katholischer Gotteshäuser in Berlin, so auch der Pfarrkirche der St. Pius Gemeinde. Die Pfarrkirche wurde 1893/1894 in der Palisadenstraße in Friedrichshain erbaut, aufgrund von Kriegsschäden musste sie verändert werden. Das Granitkreuz für den Baumeister Max Hasak wurde im Jahre 1984 vom Friedhof der Charlottenburger Herz-Jesu-Gemeinde auf den Hohenschönhauser Friedhof der St.Pius Gemeinde umgesetzt.

Neben den alten Baumalleen entlang der Hauptwege, wird heute das Gesamtbild des Friedhofes sowohl durch eng belegte Grabfelder, als auch von weitläufigen Grünflächen (teilweise ökologisch belassen) geprägt.

(Siehe auch St. Hedwigs-Friedhof IV.)



3 Gedächtnisstätten angelegt

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