Karl-Marx-Straße 4,
12043 Berlin
Neukölln


Friedpark Alter St. Jacobi-Friedhof

Der im Jahre 1852 errichtete Friedhof war zur Zeit seiner Inbetriebnahme weit vor der südlichen Stadtgrenze, auf freiem Feld, am Abhang der Rollberge gelegen. Durch die rasante Stadtentwicklung wurde er schon spätestens 1905 an drei Stellen von Wohnsiedlungen der Stadt Rixdorf umschlossen. Die vierte Seite war seit Anbeginn durch die Herrmannstraße begrenzt.
Versteckt zwischen Hermann-, Karl-Marx-, Mainzer- und Biebricher Straße betritt man den Friedhof durch einen Säulengang mit Kapelle und Verwaltungsgebäuden. Dieses Ensemble wurde durch den ehemaligen Baustadtrat Reinhold Kiehl ab 1910 errichtet. An der Ostmauer befinden sich Erbbegräbnisstätten verschiedener Kunststile, wie beispielsweise des ausklingenden Klassizismus, des Expressionismus, der Neuen Sachlichkeit oder des Neoklassizismus.
Neben den Erbbegräbnissen sieht man noch einige Familiengrabstellen in Form von Gittergrabfeldern, deren Anlage nach der Jahrhundertwende wieder zurück ging. Durch die zunehmende Akzeptanz der Feuerbestattungen in den 20er Jahren erhielt auch der Alte St. Jacobi-Friedhof 1923 einen Urnenhain. Wegen seiner interessanten und abwechslungsreichen Anlagengestaltung wurde der Friedhof von der Denkmalsbehörde des Senats zum Gartendenkmal erhoben.



20 Gedächtnisstätten angelegt

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